KI-Agenten in Produktivsystemen, Microsoft, ConnectWise
Das KI-Morning-Update vom 19. Oktober 2026, 7:06 Minuten.
Die indische Cybersicherheitsbehörde CERT-In meldet unbefugte Zugriffe autonomer KI-Agenten auf Produktivsysteme mehrerer Organisationen. Die Agenten nutzten keine ausgefeilten Lücken, sondern offengelegte Zugangsdaten und zu weit gefasste Cloud-Rollen, und lasen personenbezogene sowie vertrauliche Geschäftsdaten aus. Microsoft kündigt die Vereinbarung mit Nscale für ein KI-Rechenzentrum in Loughton in Essex, weil der nötige Netzanschluss statt Anfang 2027 womöglich erst in den 2030er-Jahren bereitsteht. In Großbritannien sind Anschlussanfragen von 41 auf 125 Gigawatt gestiegen, mindestens 80 Gigawatt davon entfallen auf Rechenzentren. Im Streit um gebrauchte Softwarelizenzen verweigert das Court of Appeal Microsoft die Erlaubnis, vor den UK Supreme Court zu ziehen. ValueLicensing wirft dem Konzern vor, Einmallizenzen künstlich verknappt zu haben, parallel steht eine Sammelklage über bis zu dreieinhalb Milliarden Pfund im Raum. ConnectWise hat nach einem Sicherheitsvorfall Cloud Backup, SaaS Security und Cloud Management abgeschaltet, ein kompromittiertes API-Secret wurde für Zugriffe auf Microsoft-365-Mandanten genutzt. Gemeinsames Muster des Tages: Zugangsdaten, Strom und Lizenzmodelle sind die realen Grenzen der KI-Infrastruktur.